Februar 16, 2009...7:33

Traum (mit Katzen)

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Ich habe heute Nacht geträumt. Ich war im Haus meiner Cousine, die dort mit ihrem Bruder, ihrem Mann, der so ist, wie ihr Bruder und ihren beiden Söhnen lebt. Und mit fünfzehn Katzen.

Diese Katzen waren unglaublich. Es gab große Katzen, und es tauchten auch immer mehr Babykatzen auf. Und das irrste waren die Farben. Die Katzen hatten Felle in den schillernden Farben von Taubengefieder. Eigentlich „graue“ Katzen schillerten im Licht in violett, grün und blau. Manche trugen schwarze Häkelnetze und wirkten wie verzierte Schildkröten.

Die Katzen kamen und gingen und wurden im Laufe des Traums immer zahlreicher. Eine Katze war dabei, die war ganz klein und struppig und die hatte ein weiss-braun geflecktes Fell. Eine Außenseiterkatze und natürlich mein Liebling. Ich habe sie nur einmal gesehen – wie aus dem Tierkalender genommen, so sah sie mich an.

Ich wollte mit den Söhnen meiner Cousine Musik machen und spürte, dass die Jungs Musik fühlten und sofort wussten, wie wir zusammen spielen würden. Sie holten noch ihre Instrumente, während ich schon begann.

Ich summte einen Ton. Dieser Ton klang wie ein von Sitar begleiteter Druphad-Gesang. Sehr tief und verheißungsvoll. In diesem Ton waren bereits alle weiteren Töne enthalten. Ich wusste, wie dieser Ton sich entfalten würde und genoss es aber auch, in diesem einzigen Ton „alles“ drin zu haben.

Ich wunderte mich über die Fülle dieses einzigen Tons und ich berührte mein Fußgelenk, als wäre dies meine Flöte. Ich zog eine Linie auf den Fußknöchel und dabei verändert sich der Ton und wurde insgesamt einen halben Ton höher.

Dann ging ich wieder zurück auf den Ausgangston. Mein Genuss dieser beiden Töne war grenzenlos. Noch nie hatte ich so „indisch“ geklungen.

Meine Cousins suchten nach ihren Instrumenten, waren aber bereits völlig in der Musik drin, in diesem vielversprechenden Anfang. Dann kam meine Tante mit einer Hülle, in der eine indische Flöte drin war. Und sie brachte einen Überweisungsbeleg mit.

Meine Cousine erklärte mir daraufhin, dass der Händler, der ihr diese Flöte verkauft hatte, unbedingt das Doppelte vom ausgemachten Betrag verlange. Tante und Cousine waren völlig hilflos und wollten nicht 100 Euro mehr zahlen. Der Händler wolle das Geld für Amma, erklärte mir meine Cousine.

Tante und Cousine hatten meine Musik unterbrochen. Sie hatte das gar nicht interessiert, oder nur soweit, dass sie Probleme bei der Bezahlung der Flöte meiner Cousine hatten. Irgendwie fand ich es typisch, dass meine Tante, die kleine Musiksession unterbrochen hatte mit dieser Angelegenheit, die nicht mit der Musik, aber doch mit dem dazugehörigen Instrument zu tun hatte.

Ich fand es schade, dass nun kein Raum mehr für die Musik mit meinen Cousins war und mein Blick fiel auf die Katzen, die nun immer zahlreicher in das Zimmer kamen. Ich war voller Bewunderung und begann mit meiner Cousine ein Gespräch über die Katzen.

Sie erzählte mir, dass es nun doch zu viele seien und dass sie Probleme hätten, die Katzen anderweitig unterzubringen. Ich war aufgebracht darüber, dass sie nicht aufgepasst hatte, dass es nicht zu viele Katzen werden. Sie hatte ja schließlich all die Babykatzen haben wollen. Ich behielt diesen Gedanken für mich.

Ich musste abreisen. Zum Flötenunterricht in die nächste Kleinstadt, nach Landsberg. Auf dem Weg begegnete mir W., ein Schamane, der vor einigen Jahren beschlossen hatte, nicht mehr mit mir zu sprechen.

Er begrüsste mich und dabei roch er bei einer Verneigung unwillkürlich unter meiner Achsel und verzog dabei für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht. „Und? Stinkt es sehr?“ fragte ich ihn, wusste aber, dass ich geduscht war und so war meine Frage eher „lakonisch“ gestellt.

Ich wusste um seine große Sensibilität und von daher hielt ich es auch für möglich, dass er meinen Achselgeruch als „Gestank“ empfunden hatte. Ich erinnerte mich daran, dass er in früheren Gesprächen auf irgend einen Teil meines Körpers geguckt hatte und mich dann fragte, was ich in dem Moment „gedacht“ hätte. Ständig nahm er etwas wahr und fragte mich dann, was es gewesen war.

Ich sagte ihm, dass ich nicht mehr so viele Speisen verweigern würde wie früher und dass es von daher sein könnte, dass sie auch als Geruch unter meinen Achseln wieder hervorkommen könnten.

Wir sprachen über meine Cousine. Wie auch früher, wo wir öfters über Beobachtungen gesprochen hatten, die wir an anderen Menschen gemacht hatten. Wir wunderten uns darüber, dass sie mit einem Mann zusammen lebt, der so ist wie ihr Bruder. Doch wir fanden, dass beide ziemlich in Ordnung sind, der Bruder und der Mann.

W. hatte noch eine Klientin dabei. Ein junges Mädchen, das sehr schweigsam war und in dem Moment keine Rolle spielte. Sie war einfach da.

W. hatte eingelegtes Gemüse, Rote Beete und Sauerkraut, dabei und er deckte den Tisch. Wir saßen zu dritt zusammen an einem Feldweg. Ich dachte an die Uhrzeit und daran, dass mein Zug um kurz nach sechs fährt.

Ich fragte W. nach der Uhrzeit und er zeigte mir sein Zifferblatt. Es war höchste Zeit zu gehen. Den Zug nach L. wollte ich nicht verpassen, zumal ich nicht wusste, wann der nächste Zug fahren würde.

Ich war froh gewesen, dass W. wieder mit mir gesprochen hatte – ich hatte mich damit abgefunden, dass er den Kontakt zu mir abgebrochen hatte. Als ich losrannte, begann es zu regnen. Das machte mir nichts aus und ich lief weiter die Landstraße entlang zum Bahnhof.

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