Februar 7, 2009...10:05

Tanzen

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07.02.2009

Tanzen? Hoffentlich kann ich es überhaupt noch. Schon lange war ich nicht mehr bei einem französischen Volkstanzabend.

Vorgestern rief einer der Musiker bei mir an. „Gestern sprachen wir von Dir, da wollte ich Dich einfach mal anrufen…“

Anstatt lange zu telefonieren habe ich P. versprochen, dass ich heute wieder einmal zum Tanzen komme.

Wer einmal den „Himmel der Tänzer“ erfahren hat, der sehnt sich stets zurück nach dieser Schwerelosigkeit, in der „es“ plötzlich tanzt. Der Tänzer wird vollkommen passiv und lässt „es“ geschehen. „Es“ tanzt ihn und er selber ist vollkommen still. Er fühlt in sich den Mittelpunkt der Erde, die unbewegte Achse, die durch ihn hindurchgeht.

Alles dreht sich um ihn: die Lichter, der Saal und ein anderer Tänzer in seinen Armen, hält ebenso still.

Machen kann man das nicht. Es geschieht, irgendwann spät, nach vielen Tänzen. Erst wenn alle Knochen gerichtet sind, Sorgen, Zweifel und Bedenken unmerklich, unwichtig worden sind, wenn die Verstimmungen raus sind aus dem Körper, die Krämpfe und wenn Verstörungen keine Rolle mehr spielen, zumindest nicht die Hauptrolle, wenn alles egal ist…

Dann gibt es den Einklang mit der Welt und mit dem Gegenüber. Das Leben ist einfach nur schön und ist dieser Moment, in dem der Tänzer befreit ist, losgelassen und „es“ läuft: Leben wie von selbst.

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