30.03.2007
Neulich abends war ich bei der Tanzstunde in der Volkshochschule. Ich war die erste, die gekommen war. Die Stunde beginnt immer um viertel nach acht und es war kurz nach acht. Von der Kung Fu Schule war ich es immer gewohnt, rechtzeitig, d.h. um einiges früher zu kommen, einfach um konzentriert zu sein, wenn die Stunde beginnt.
Die Räumlichkeiten vor dem Tanz- und Gymnastikraum, die sich in einem modernen, mehrgeschossigen Mehrzweckgebäude befinden, wo auch andere Seminarräume und eine grosse Bibliothek untergebracht sind, sind recht ungastlich. Die Umkleiden für zwanzig Personen sind winzig. Man drängelt sich vor die schmalen, grünen Spindtüren, die in zwei Reihen einander gegenüberliegen und vor denen jeweils auch eine Bank aus Holzlatten angebracht ist.
Somit öffnet sich dieser winzige Raum in eben noch winzigere Spind-Räume, in die man seine Kleidung verschwinden lassen kann. Die Gebrauchsspuren im Inneren der Spinds sind nicht direkt vertrauenerweckend. Man kann bei dem Sparoberlicht im Raum nicht so richtig unterscheiden zwischen Rutschkratzspuren im Lack oder Dreckrutschspuren. Man weiss nicht so genau, was Schmutzflecken, Erdkrumen, Staub- und Wollmäuse und was Rost- bzw. Lackschäden und Gebrauchsspuren sind.
Auch ist es wenig verlockend den Kopf in einen Spind reinzustecken (der Gedanke allein, den Kopf im Spind einzuklemmen, hält mich davon ab – könnte ja einer kommen und von hinten nachschieben… Zu viele im Märchen sind kopfüber und eh sich sich versahen im Backofen gelandet.), um dem Inneren eines Spinds genauer nachzuschnüffeln. Und dies blos, um sich dann besser entscheiden zu können, ob man diesen benutzt oder doch lieber einen anderen, den man dann auf die gleiche Art noch einmal untersuchen muss. Mir reicht es völlig, wenn ich für anderthalb Stunden auf gut Glück meine Kleidung da einsperre. Also stecke ich meine Sachen rein und hoffe, dass alles gut geht.
Das Innere der Spinds sieht nicht so aus, als würde dort wenigstens ab und zu mal gewischt. Eine solche Dienstleistung kann sich im Augenblick eh’ niemand hier in Deutschland leisten. Schon rein atmosphärisch nicht. Das würde nicht zur neuen Armut – vor allem auf dem kulturellen Sektor des Breitensports – passen. Da wird gespart, das ist schon in der Bauweise abzulesen und auch niemand anders ist befugt, diese Dinge zu tun. Man ist es ja gewöhnt, dass andere Leute befugt sind, die Räume sauberzuhalten und ausserdem ist der Gedanke, mit einem Putzlappen zur Tanzstunde zu kommen und mit einem feuchten Lappen auch wieder zurückzufahren doch eher ungewohnt. Sagen wir mal, es fühlt sich merkwürdig an.
Also stecke ich anstatt zu putzen meine Kleidung mit einem etwas komischen Gefühl in den Spind und hoffe immer, dass mir keine undefinierbaren Geruchsschwaden entgegenkommen. Ich meine ich bin dem Spindinneren gegenüber immer ziemlich misstrauisch. Und das war schon immer so. Egal ob in Schwimmbädern – da ganz besonders – oder vor Sporthallen.
Was weiss denn ich, wer die Vorherbenutzer waren und was denen so eingefallen ist? Ich habe beim letzten Mal den Vorzug von Kleiderbügeln entdeckt. Da ist die Berührungsoberfläche zwischen Kleidungsstücken und Spind auf ein Minimum reduziert.
Wenn kein Kleiderbügel da ist, knubbele meine Kleidung so zusammen, dass ich sie meinem kleinen Rucksack wie eine Mütze aufsetzen kann. Mein Rucksack ist dann so etwas wie vertrauenerweckendes Heimatgebiet. So etwas wie ein eigenes Kopfkissen. Da weiss ich dann wenigstens, wo der war und was der erlebt hat und ob ich den besudelt habe oder nicht. Wenn ich meine Kleider auf meinen Rucksack stapele, dann habe ich kein komisches Gefühl.
Vor den grünen Spindtüren mach’ ich mit dem Umziehen immer ganz schnell. Schnell die Schuhe aus. Einfach von der Ferse aus runterziehen, ohne die Schnürbänder zu lösen. Meine Schuhe schliesse ich auch gar nicht erst ein, sondern lasse sie draussen, ausserhalb vom Spind. Ratsch, die Hose runter und in die Gymnastikhose rein und wutsch, Pullover und T-Shirt aus und in mein Tanz-T-Shirt rein. Alles ganz schnell. Bloss, dass ich mit dem Umziehen fertig werde, noch bevor jemand reinkommmt.
Es könnte ja sein, dass jemand, der nach mir reinkommt, auf die Idee kommt, die Spindtür links oder rechts neben meiner zu benutzen. Wäre das der Fall, dann hätte ich noch nicht mal mehr Platz auf einem Bein zu stehen. Den Oberkörper müsste ich geradezu der Länge nach einrollen, um mich exakt im Bereich vor meiner Spindtür aufhalten zu können.
Es ist schon eine komische Befürchtung, dass der nächste, der kommen könnte, ausgerechnet den Spind neben „meinem“ benutzen wollen könnte. Ich war ja die Erste, die da war, bin eigentlich auch gut sichtbar und viele Spinds waren noch frei. Eine weitere unterschwellige Befürchtung ist die, dass die von der Tangoklasse und die restlichen Schüler von meiner Tanzklasse gleichzeitig in die Umkleide kommen könnten. Ich meine, in dem Gedrängel würde ich dann den Überblick völlig verlieren. Könnte sein, dass ich dann keinen Platz mehr hätte, meinen Pullover über den Kopf zu ziehen und ich im Hosenbein stecken bleibe, auf einem Bein herumspringe, umfallen könnte oder ich andere anrempele oder die mich anrempeln. Einfach, weil es so eng ist und es gar nicht anders geht, als sich anzurempeln. Es ist wohl so, dass man sich dann wie in einem vollbesetzten, indischen Zug fühlen würde – nur dass die Umkleide kein Zug und schon gar nicht in Indien wäre. In Indien, habe ich mir sagen lassen, sind volle Züge kein Problem.
Soweit zu meinen Gedanken, Berechnungen und Fantasien in einem Raum, der hinsichtlich seiner Funktion und Aufgabe viel zu eng berechnet ist. Dreissig Spinds in zwei gegenüberliegenden Reihen, in einem Raum, auf dessen Grundfläche sich maximal, aber wirklich maximal! acht Leute gleichzeitig aufhalten können. Das ist so wie mit dem angegebenen Maximum an Menschen, die ein Aufzug tatsächlich befördern kann: Kein Mensch wünscht sich, in einem tatsächlich vollen Aufzug zu fahren. Die Umkleide ist im Übrigen nicht grösser als ein grosser Aufzug und wenn die Türe geschlossen ist, stellt sich für einen Augenblick eine ähnliche Beklommenheit unter den Menschen ein, wie im Fahrstuhl. Die verschwindet aber in dem Moment, wo einer anfängt, etwas zu sagen. Zum Beispiel: „Ganz schön eng hier, nicht wahr?“ Dann lachen manche und der Spuk ist vorbei.
Im Umkleideraum frage ich mich schon nach der Beschaffenheit des Vorstellungsvermögens desjenigen, der diesen Raum geplant hat. Die Umkleide ist ungefähr so lieblos und unsinnig geplant, wie in älteren Wohnungen die Toiletten oder auch die Küche. Da geht es entweder um niedere oder unwichtige Tätigkeiten. Also fällt der Raum besonders klein aus, hat kein Fenster und ist zugunsten von Repräsentationsräumen geradezu eingedampft.
Eigentlich ist die Umkleide der Volkshochschule der einzige Kommunikationsraum, in dem die Kursteilnehmer die Gelegenheit haben, sich unabhängig von der Unterrichtsstunde kennenzulernen. Ausserdem ist so eine Art Übergangszone – zwischen „nach“ und „vor“ und „vor“ und „nach“.
Solange keine anderen Verabredungen getroffen werden, besteht nur in der Umkleide die Gelegenheit, die anderen Kursteilnehmer kennenzulernen, etwas über sie zu erfahren und sich über die gemeinsamen Erfahrungen im Tanz-Kurs auszutauschen. Ich meine, es ist einfach schön, etwas von den anderen zu erfahren.
Wenn ich zu früh dran bin und schon umgekleidet, dann weiss ich eigentlich nicht, wo ich mich dann aufhalten soll, vor allem wenn die Halle noch von der Vorgängerklasse besetzt ist.
Und das ist normalerweise der Fall. Die Umkleiden sind so muffelig und klein. Und es besteht nach dem Umkleiden keinerlei Berechtigung mehr, sich noch länger darin aufzuhalten.
Ich habe das probiert und bin nach dem Umziehen einfach auf der Holzbank vor den Spindtüren sitzen geblieben. Nicht nur, dass man dann da sitzt und sonlange niemand anders da ist, die entweder offenen oder geschlossenen Spindtüren anstarrt, die mit oder ohne Schlüssel zurückstarren und die wiederum entweder ein ordentliches Armband haben oder nur eine dünne Schnur, an der der kurze, stummelige Schlüssel und das runde Nummernschild für die Spindtür befestigt sind…
… der Raum hat auch keine Fenster, weder zum Rausgucken, noch zum Belüften (was ja in einer Sportumkleide auch nicht ganz unwesentlich ist) und nur eine Türe, die so unvermittelt aufgehen könnte, das man sich erschreckt und man – bevor sie aufgeht – immer in der Erwartung lebt, dass sie nun aufgehen könnte. Das ist wie mit einem Tropfen, den mann dicker werden sieht und trotzdem nicht weiss, wann genau er fallen wird. Wahrscheinlich wird da die Grundangst vor dem Ungewissen berührt. Niemand weiss genau, wann es soweit ist, aber jeder weiss, dass es irgendwann soweit ist. Die Schritte von draussen hört man nicht unbedingt. Die neu Eintretenden treten unvermittelt ein.
Solange ich allein bin, empfinde ich das als unterschwellig bedrohlich. Manchmal erschrecke ich mich auch, wenn es plötzlich an meiner Wohnungstüre klingelt.
Wenn ich mich – trotz allem – in der Umkleide auf die Bank setze, weil es draussen überhaupt keinen Wartebereich gibt und man entweder den schmalen Gang vor der Halle auf- und abgehen kann oder sich auf den kalten Linoleumfussboden vor der Halle hinhocken, ich also mit der Umkleide das „kleinere Übel“ wähle, und auf den Beginn der Tanzstunde warte, dann weiss ich auch nie, auf welchen Teil der beiden gegenüberliegenden Bänke ich mich eigentlich setzen soll:
Auf der einen Seite, sitze ich wie im Hinterhalt und riskiere die Eingangstüre auf die Nase zu kriegen, falls jemand rein kommt, der die Türe mit Schwung aufmacht. Setze ich mich auf die andere Seite, dann sitze ich so ungeschützt und funktionslos da, als hätte ich nichts Besseres zu tun gehabt. Und es sieht dann so aus, als würde ich jedem, der reinkommt geradezu auflauern. Bei dem Gedanken allein, fange ich schon an mich zu verteidigen. Wo auch immer solche Gedanken angelegt wurden: ich habe sie! Nutzlos, sie auch noch als absurd abzutun und so zu tun, als hätte ich sie nicht.
Natürlich lauere ich keinem auf. Ich sitze dort, weil es keinen anderen Sitzplatz gibt. Und weil das Herumgehen oder Herumstehen und Warten vor der Kabine noch haltloser ist und ohne einen Ort, der für das Warten bestimmt ist, ein Ort, der einem eine Berechtigung gibt, dass man eben dort ist und wartet.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob das die anderen auch wissen und auch so auffassen. Ich empfinde meine Gegenwart für andere nach wie vor als eine Art „Verletzung“ oder als „Zumutung“ oder als etwas, das ich auf der Stelle „zurückzunehmen“ habe, damit es nicht zu einer Verletzung wird. Und ich empfinde das mitunter stark genug, dass ich mich so verhalte, dass Äusserungen und Erfahrungen, die wieder und wieder in diese Richtung gehen, möglichst vermieden werden können. So komme ich normalerweise „pünktlich“, d.h. nicht zu früh und auch nicht zu spät. Ich komme meistens „mit Erlaubnis“, d.h. nach Absprache und Verabredung. Ich brauche einfach eine äussere Situation, in der ich mir absolut sicher sein kann, dass ich da sein darf. Sei es, weil ich dafür bezahlt hätte oder weil ich einen triftigen Grund dafür habe. Rumstehen, rumsitzen, warten, funktionslos sein, zu früh sein, unangemeldet sein – all das löst Pein und Scham in mir aus. Es löst Gefühle in mir aus, die irgendeine Art des „Erbarmens“ erfordern. Und sie erfordern jemanden, der meine Gegenwart mich nicht von jener „peinlichen“ Seite auffasst. Es sind oft andere, die durch ein nettes „Hallo, wie geht’s“ die Situation entschärfen. Sie geben mir dadurch eben jenen Boden unter den Füssen, den ich so sehr vermisse. Manchmal fühle ich mich wie jemand, der tatsächlich nach genau jenem Flügel Ausschau hält, unter den er schlüpfen kann, Geborgenheit und Wärme findet, um überhaupt wieder etwas Normales denken zu können und sich die Erlaubnis geben zu können, mit anderen zu sprechen.
Hierzulande gibt es die „bösen Zungen“ und es gibt immer eine Möglichkeit, eine Situation so böse wie möglich auszulegen. Und ich selber habe viele böse Zungen im Kopf. Und ich lege es mir möglichst böse aus. Bin demnach also ein „Spanner“ in der Umkleidekabine und lauere anderen auf, die ich ab dem Moment zu sezieren beginne, in dem sie erscheinen.
An meiner Beobachtung und Gegenwart ist so gesehen etwas Unangenehmes und auch etwas Fremdes. Das Verhalten anderer Menschen ist für mich oft so anders und verschieden von mir selbst, dass ich sie manchmal anstarre, als wären sie vollkommen unwirklich und ich ein Marsianer. Und ich starre und vergesse mich selbst dabei. Und das ist, als würde ich meine Finger auf eine heizende Kochplatte legen und vergessen, das sie dort liegen. Als hätte ich keinerlei Beziehung zur Bedeutung und Funktion einer heissen Kochplatte. Es ist eine Art der Selbstvergessenheit und es ist mitunter mühsam, die Situation in ihrer Funktion zu vergegenwärtigen. Ich habe es einfach vergessen. Erinnert werde ich in dem Moment, wo es weh tut.
„Was guckst Du so?“ „Warum guckst Du mich so an?“ Solche Fragen bekomme ich gestellt, wenn ich aus meinen Augen rausgucke, während ich vergessen habe, wo ich bin. Es ist anderen schleiherhaft, warum ich z.B. in diesem oder jenem Moment lache oder das Gesicht in diese oder jene Richtung verziehe oder dieses oder jenes tu. Und mir ist es auch schleierhaft und ich kann es nicht erklären. Ich war abwesend und es sah so aus, als sei ich dagewesen.
Zwischen mir und anderen ist etwas Unverständliches und etwas das nicht synchron läuft oder nicht synchron ineinander greift. Da gibt es eine Verschiebung oder Ver-rücktheit, die auf beiden Seiten nicht nachvollziehbar ist.
„Warum lachst Du?“, fragen mich manchmal die Leute. Ich habe es dann mitunter noch nicht mal bemerkt, dass ich gelacht habe. Ach, habe ich gelacht? Über gar nichts. Ich weiss es nicht. Ich weiss nicht, wo ich gewesen bin. In jener Sekunde, wo ich gewesen bin und warum ich gelacht habe. Vielleicht erschien es mir richtig an jener Stelle zu lachen. Vielleicht habe ich mich gefreut oder gewundert. Aber eines steht fest: ich bin nicht dabei gewesen und ich weiss nicht, warum ich gelacht habe. Vielleicht war es auch ein asiatisches Lachen, das die Unsicherheit kaschieren sollte oder ich habe gelacht, weil alles gut gegangen ist.
Oder weil das Gesicht eines anderen Menschen so nahe vor meinem Gesicht erschien und ich erst nicht wusste, was ich am besten tun sollte.
Ich sehe mir andere Menschen manchmal gerne an und am liebsten – und wenn ich es mir denn erlauben würde – tät ich mir auf der Stelle meiner Beobachtungen gewahr werden und sie in ein Notizbuch eintragen. Es würde mir gut tun, das zu tun, dann wüsste ich vielleicht, warum ich gelacht habe und in welcher Welt ich gerade leben würde. Ich glaube, es ist nicht nur so, dass ich nichts gesehen habe, solange ich nicht darüber geschrieben habe, es ist auch so, dass ich nicht weiss, wo ich bin oder gewesen bin, solange ich es mir nicht durch Schreiben zu vergegenwärtigt habe.
Ich sitze da und warte auf die anderen. Vielleicht, weil mir allein in der Umkleidekabine so mulmig ist und ich allein vielleicht auch nicht immer die besten Gedanken hege. Und ich sitze da, weil ich andere gerne beobachte. Es interessiert mich, wie andere Menschen ihr Leben leben. Was sie tun, wenn sie etwas tun. Da werde ich wirklich zum „Spanner“.
Das einzige, was die eigene (Gedanken-)Welt relativieren kann, sind die Beobachtungen, die man an anderen Menschen machen kann. Menschen, die sich so ganz anders verhalten als man selbst und deren Welt folglich von ganz anderen Gedanken und Vorstellungen geprägt ist.
Die anderen kommen, wie ich mittlerweile feststellen konnte, immer ziemlich spät zur Tanzstunde. Und nachdem es öde ist, vor der Turnhalle auf- und abzugehen, bleibe ich in der Umkleide sitzen. Es gibt keine anderen Sitzplätze. Schliesslich kommen die anderen und ich sehe ihnen beim Umziehen zu. Ich meine, wohin sollte ich weggucken, zumal das, was es zu sehen gibt, ziemlich interessant ist. Wann erfährt man schon mal, was und wie sich andere Menschen anziehen? Wann kann ich schon mal sehen, wie jemand im Businesskostüm, sich unter seinem Businesskostüm kleidet. Zum Beispiel mit Unterhose, Strumpfhose, Überunterhose und dann einer nadelgestreiften Businesshose. Auf die Idee käme ich ja gar nicht.
Und dann: während ich Leuten beim Umkleiden zusehe, bekomme ich immer so Gefühle, wie sich Kleidungsstücke anfühlen. Und ich denke mir dann immer: „Das könnte ich niemals anziehen. Das Gefühl auf der Haut würde ich nicht ertragen.“ Das trifft insbesondere auf Nylonstrumpfhosen zu. Vom Anblick des Materials kriege ich am ganzen Körper eine Gänsehaut. Nicht nur die Materialien beschäftigen mich, auch die Auswahl der Kleidungsstücke und die Art und Weise, sich an oder auszukleiden. Beim Tanzen habe ich keine Zeit mehr hinzusehen. Da tanze ich.